Das NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II – getestet und für gut befunden

Little Shao hat das neue NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II in den Straßen von Paris auf Herz und Nieren geprüft und von Pogo bis Pirouetten alles fotografiert und gefilmt.
Der französische Kreative Little Shao, ein ehemaliger Hip-Hop- und Breakdancer, der zum Fotografen wurde, bringt seine Leidenschaft für Bewegung in jedes Bild ein. Mit dem Auftrag, das neue NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II in und um Paris zu testen, machte er sich auf den Weg, den Rhythmus und die Energie der Stadt mit Tanz und Freestyle BMX einzufangen – und dabei das Objektiv einem echten Praxistest zu unterziehen…
Erste Eindrücke
Als ich von diesem Produkt hörte, konnte ich kaum erwarten, es auszuprobieren! Als es ankam, nahm ich es aus dem Karton und das erste, was ich laut sagte, war: „Wow, ist es leichter als der Vorgänger?“ Denn ich konnte den Unterschied spüren! In der Hand fühlt es sich so viel leichter und merklich schlanker an. Es ist länger, aber leichter zu handhaben. Zunächst einmal ist es einfacher, ein- und auszuzoomen. Es gefällt mir sehr, dass sich die Größe dabei nicht ändert, weil der Tubus nicht aus- oder eingefahren wird, wenn man die Brennweite ändert. Das ist auch perfekt, wenn man ein Gimbal einsetzt. Das Objektiv liegt auch besser in der Hand, ist geschmeidiger beim Objektivwechsel und insgesamt leichter zu greifen.

Das NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II wiegt 675 g und ist damit das leichteste Objektiv seiner Klasse
Die besten Einsatzmöglichkeiten
Mir stellt sich die Frage: „Wer profitiert am meisten von einem solchen Objektiv?“ Ich muss ehrlich sein – alle! Sicherlich alle, die Werbespots oder Mode aufnehmen, denn die Schärfe ist der Wahnsinn, der Autofokus funktioniert großartig und es ist super bequem in der Verwendung an einem Gimbal. Und da man das Objektiv nicht mal wechseln muss, weil es alle benötigten Brennweiten abdeckt, ist es eine gute Wahl für alle, die diese Art von Flexibilität suchen. Wenn ich mir die Bilder ansehe, die ich in den zwei halben Tagen gemacht habe, in denen ich das Objektiv getestet habe, dann war da so viel Abwechslung. Außerdem habe ich gleichzeitig Videos und Fotos gemacht, was die Vielseitigkeit betont. Ich fand es toll, dass ich alles, was ich brauchte, in so kurzer Zeit aufnehmen konnte.

NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II | MOVE FREE (FREIE MOVES) | Hinter den Kulissen mit Little Shao
Starke Leistung in der Praxis
Als ich den Tanz im Sand gefilmt habe, flogen überall Sandkörner durch die Luft. Natürlich habe ich versucht, das Objektiv zu schützen, aber da ich weiß, dass der Zoomtubus nie ausfährt, brauchte ich mir keine Sorgen zu machen, dass Splitter in den Mechanismus gelangen. Dank der staub- und tropfwasserresistenten Versiegelung sowie der Fluorvergütung, die Staub und Schmutz von der Linse abweist, könnt ihr euch entspannen und einfach kreativ sein.
Für die BMX-Serie war das Objektiv ebenfalls großartig. Die meiste Zeit habe ich mit Auto AF-C fotografiert. Das war so präzise! Es gibt ein Bild, bei dem ich lag und der BMX-Fahrer direkt über mich hinweg sprang. Ich wartete einfach mit Auto AF-C und Augen-/Gesichts-Autofokus – und in dem Moment, als ich spürte, dass er ins Bild kam, machte ich eine Aufnahmeserie. Ich war beeindruckt, wie der Autofokus sein Gesicht erfasste, obwohl das Fahrrad einen Teil des Vordergrunds verdeckte. Das ist der Wahnsinn! Ich liebe Gegenlichtaufnahmen. Es ist erstaunlich, wie dieses Objektiv mit Streulicht umgeht. Ich konnte mit der Sonne hinter meinem Motiv arbeiten, ohne diese Geisterbildeffekte zu bekommen. Unglaublich.
Beim Betrachten der Bilder, die ich aufgenommen hatte, stellte ich fest, dass sie sehr klar und überall im Bild superscharf waren. Ich würde auch sagen, dass die Schärfe eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger des Objektivs ist. Das ist sehr auffällig – und als ich Porträts bei Blende 2.8 aufgenommen habe, sah das Bokeh fantastisch aus.

NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II | MOVE FREE (FREIE MOVES) | Ein Kurzfilm von Little Shao
Video-Performance
Ich benutzte einen Gimbal und konnte dank des internen Zooms mit demselben Objektiv von 24 mm auf 70 mm wechseln, ohne es austauschen zu müssen. Das bedeutete, dass die Balance des Rigs gleich blieb und ich es nicht neu kalibrieren musste. Außerdem ist das Fokus-Breathing viel sanfter, und bei anspruchsvollen Bewegungen wie einem Dolly-Zoom ist es toll zu sehen, dass beim Hin- und Herzoomen kein Fokusverlust auf das Motiv entsteht.
Tipps vom Profi
- Vertraut dem Autofokus
Bei schneller Action oder unvorhersehbaren Bewegungen könnt ihr euch auf AF-C mit der Gesichts- und Augenerkennung verlassen. Der Autofokus ist so präzise, dass ihr euch ganz auf euer Timing und eure Kreativität konzentrieren könnt.
- Spielt mit kreativen Effekten
Versucht, Wasserprojektionen oder andere dynamische Elemente vor eurem Motiv zu verwenden. Das Objektiv beherrscht auch Streulicht und Geisterbilder so gut, dass man mit Licht und Bewegung richtig experimentieren kann.
- Geht auf lange Brennweiten für Porträts
Zoomt direkt auf 70 mm und öffnet auf f/2.8. Ihr erhaltet dann eine schöne Trennung zwischen Motiv und Hintergrund mit einem weichen Bokeh, das Porträts zum Strahlen bringt.
Aufgenommen bei 70 mm. ©Little Shao
Abschließende Gedanken
Im Vergleich zur Vorgängerversion habe ich festgestellt, dass dieses neue Objektiv schneller ist, es sich besser in der Hand anfühlt – und das geringere Gewicht ist auch nicht zu vernachlässigen. Ich hatte einfach das Gefühl, ein besseres Produkt in den Händen zu haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, meine Motive zu filmen und zu fotografieren, und ich hatte nie Probleme, die Bilder einzufangen, die ich mir vorgestellt hatte. Ich konnte mich voll und ganz auf die Leistung verlassen. Funktionen wie der schnellere Autofokus, der interne Zoom und der abnehmbare Steuerring sind wichtig. Aber die wichtigsten Gründe für ein Upgrade sind für mich das Gewicht, die Genauigkeit des Autofokus und die Schärfe. Dieses Objektiv bekommt definitiv seinen festen Platz in meiner Fototasche, weil es meine Arbeit und meinen Workflow verbessert.
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