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Unter Wasser filmen mit George Karbus

George Karbus8 Minuten Lesezeit08 Juli 2026Unterwasser
Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR

Von rasanter Unterwasserwelt bis zu Surfern in den sonnenbeschienenen Flachwasserzonen: George Karbus zeigt, wie ihm die Nikon ZR dabei hilft, den Ozean in filmischen Bildern festzuhalten.

In dem Moment, in dem George Karbus unter Wasser taucht, verändert sich alles. Der Lärm der Welt verstummt, das Sonnenlicht bricht in Streifen auseinander, und das Meer wird zu einer riesigen, sich ständig verändernden Filmkulisse.

George gehört zu den renommiertesten Unterwasserfotografen und -videografen. Im Auftrag von Marken, Magazinen und Filmproduktionen auf der ganzen Welt fängt er Surfer, Freitaucher und die faszinierende Tierwelt der Ozeane ein – von den sonnenbeschienenen Flachwasserzonen bis in die dunklen Tiefen des offenen Meeres. Doch seine Karriere startete nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, mit einer bereits lebenslang bestehenden Faszination für die Unterwasserwelt, sondern mit dem Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft – an einem Ort, den er damals noch nicht ganz verstanden hatte.

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Das steckt in der Kameratasche

Dank der leichten Bauweise der Nikon ZR fällt es George leichter, einer sich schnell bewegenden Gruppe von Delfinen zu folgen.

Den Sprung wagen

Nachdem George 2005 nach Irland gezogen war, entdeckte er seine Leidenschaft für die dramatischen Küstenlandschaften und begann schon bald, sie zu erkunden. Doch erst seine außergewöhnliche Verbindung zu einer einsamen Delfinkuh gab ihm den Mut, mit einer Kamera unter die Wasseroberfläche zu tauchen. „Meine Partnerin Kate und ich haben sie zum ersten Mal gesehen, als wir eines Tages schwimmen waren. Wir kamen immer wieder zurück, schwammen einfach mit ihr mit und bauten nach und nach eine Beziehung zu ihr auf. Wir nennen sie Malinka, was auf Tschechisch, meiner Muttersprache, ‚kleines Mädchen‘ bedeutet“, sagt er. „Das Erlebnis war so besonders, dass es mich dazu inspiriert hat, in die Unterwasserfotografie und -videografie einzusteigen. Je öfter ich das machte, desto mehr lernte ich, denn ich hatte die beste Muse. Sie posierte nicht wirklich, aber sie brachte sich immer wieder in wirklich erstaunliche Situationen und Posen. Malinka hat mir beigebracht, das Verhalten von Tieren zu deuten, insbesondere das von Delfinen und Walen. Das war wirklich gutes Training für mich. Ich glaube, genau deshalb bin ich jetzt so gut, weil ich Tausende Stunden mit einem Delfin geübt habe.“

Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
Die Nikon ZR wurde für filmisches Storytelling entwickelt, eignet sich aber ebenso gut für Fotos – was George gerne anhand seiner spektakulären Unterwasserbilder demonstriert. Nikon ZR + AF-S FISHEYE NIKKOR 8-15mm f/3.5-4.5E ED. Links/unten: 15 mm, 1/250 s, f/5, ISO 160. Rechts/oben: 15 mm, 1/320 s, f/4.5, ISO 1800 © George Karbus
Von der Neugier zur Karriere

Malinka mag zwar der Anfang gewesen sein – doch schon bald wurde die Unterwasserwelt zu einem Ort, an dem sich George in seiner Kreativität frei fühlte. „Warum unter Wasser? Weil ich da einzigartig sein kann“, sagt er ohne zu zögern. „Früher habe ich viele Landschaften fotografiert – aber jedes Mal, wenn ich einen neuen Ort entdeckt habe, kamen Leute und kopierten meine Bilder und Motive. Unter Wasser kann mich niemand kopieren. Unter der Wasseroberfläche gibt es unendlich viele Möglichkeiten – mit Tieren, unterschiedlichem Licht, verschiedenen Blickwinkeln und unterschiedlichen Reflexionen.“

Da seine Neugier geweckt war, begann George, weiter in die Ferne zu reisen, um andere Meerestiere zu beobachten. „Ich habe einfach große Bewunderung für sie“, erklärt er. „Ich liebe es, Meeressäuger beim Spielen festzuhalten. Ich bin von Delfinen und Seelöwen fasziniert. Es gibt nicht viele Tiere, die so viel Zeit mit Spielen und Spaßhaben verbringen.“ Mehr als zwei Jahrzehnte später hat ihn diese Leidenschaft um die ganze Welt geführt. Daraus entstand eine Karriere, die von Geduld, Instinkt und einem außergewöhnlichen Gespür für das Leben unter der Wasseroberfläche geprägt ist.

Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
Dank interner 6K/60p-Auflösung und einem Vollformatsensor bietet die Nikon ZR George umfangreiche Möglichkeiten, um das Treiben auf und unter der Wasseroberfläche festzuhalten.
Die Wahl der Nikon ZR

Doch wie George erklärt, erfordern Unterwasseraufnahmen auch zuverlässige Ausrüstung, die mit wechselnden Lichtverhältnissen, schnellen Bewegungen und den Unwägbarkeiten des Meeres zurechtkommt. Zu Georges Ausrüstung zählt inzwischen auch die Nikon ZR. Geschützt durch ein spezielles Unterwassergehäuse ergänzt sie seit Kurzem seine Nikon Z6III. Zusammen sind die beiden Kameras das Herzstück seiner Ausrüstung. „Mit diesen beiden Kameras kann ich alle Situationen abdecken“, sagt er. „Aber ich bin so beeindruckt von der ZR, dass ich tatsächlich darüber nachdenke, mir eine zweite anzuschaffen. So gut ist sie. Auch für die Fotografie, insbesondere für die Weitwinkelfotografie unter Wasser, ist die ZR absolut herausragend.

Ich denke, der größte Vorteil der ZR ist ihre Größe. Heutzutage will jeder mobil sein. Wenn ich losziehe, um Malinka zu filmen, muss ich diese Kamera samt Unterwassergehäuse mehrere Meilen durch die Felder Irlands tragen. Deshalb denke ich ständig darüber nach, wie ich meine Ausrüstung kleiner, leichter und handlicher machen kann, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Die ZR ist winzig und leicht, sodass ich unter Wasser richtig schnell und wendig sein kann. Aber sie hat auch einen riesigen Bildschirm, was fantastisch ist, weil ich darauf alles sehr hell sehen kann. Bei Weitwinkelaufnahmen unter Wasser macht das einen enormen Unterschied.“

Für George liegt der Reiz der ZR nicht nur in ihrer Handlichkeit, sondern auch in der Qualität, die sie liefert. „Sie macht fantastische Fotos und die R3D-NE-Filmaufnahmen sehen absolut grandios aus“, stellt er fest. „Die Flexibilität, die einem R3D NE in der Nachbearbeitung bietet, ist einfach großartig. Es ist unglaublich, dass eine so kleine Kamera Aufnahmen in dieser Qualität liefert. Also ist es in jeder Hinsicht eine Win-Win-Situation. Ich bin sogar der Meinung, dass Nikon gerade den Markt revolutioniert hat!“

Für Unterwasseraufnahmen ist das AF-S FISHEYE NIKKOR 8-15mm f/3.5-4.5E ED eines von Georges Lieblingsobjektiven, das er gern mit der Nikon ZR kombiniert.

Je weiter der Winkel, desto größer die Wirkung

Die ZR liefert George eine kompakte, leistungsstarke Basis. Als Nächstes gilt es, das passende Objektiv auszuwählen. Bei Unterwasseraufnahmen benutzt man oft ein Weitwinkelobjektiv. „Mein Lieblingsobjektiv ist das AF-S FISHEYE NIKKOR 8-15mm f/3.5-4.5E ED“, schwärmt er. „Das Fisheye-Objektiv ist unter Wasser einfach hervorragend. An Land macht es Ecken rund und gerade Linien beginnen sich zu krümmen, aber unter Wasser gibt es keine solchen geraden Linien, daher funktioniert es wunderbar. Es ist unglaublich scharf, deckt einen großen Bildbereich ab und sorgt sowohl bei Fotos als auch bei Videos für beeindruckenden Kontrast.

Ein weiterer Vorteil des Fisheye-Objektivs ist, dass Tiere oder Ausschnitte von ihnen nicht verzerrt werden, wenn sie sich nahe an den Ecken des Bildausschnitts befinden. Wenn ich unter Wasser beispielsweise ein Weitwinkelobjektiv mit 14–24 mm verwenden würde und ein Delfin sehr nah an einer Bildecke vorbeischwimmen würde, könnte die Schwanzflosse gestreckt wirken. Das sieht nicht gut aus und wirkt unecht. Mit einem Fisheye passiert das nicht, was super ist. Man muss jedoch bedenken, dass man mit einem Fisheye-Objektiv ganz nah an das Motiv herangehen muss.“

In Situationen, in denen Tiere Abstand halten, ändert George seine Vorgehensweise. „Wenn ich in blauem Wasser mit Tieren arbeite, die nicht allzu nah herankommen, verwende ich als Objektiv etwas wie das NIKKOR Z 14-30mm f/4 S, damit ich ein wenig heranzoomen kann“, sagt er. „Ich arbeite auch sehr gerne an der Oberfläche, zum Beispiel bei Motiven wie Surfern und Wellen. Dort verwende ich das NIKKOR Z 50mm f/1.2 S, das ein wunderschönes Bokeh und eine sehr künstlerische Atmosphäre erzeugt.“

Die Auto-ISO der ZR reagiert automatisch auf wechselnde Lichtverhältnisse – ein großer Vorteil, wenn sich Meeresbewohner ständig bewegen. So bleibt George mehr Zeit für Komposition und den perfekten Moment. Nikon ZR + AF-S FISHEYE NIKKOR 8-15mm f/3.5-4.5E ED. Links: 15 mm, 1/250 s, f/7.1, ISO 800. Mitte: 15 mm, 1/320 s, f/4.5, ISO 1800. Rechts: 15 mm, 1/250 s, f/4.5, ISO 1400 © George Karbus

Unter der Oberfläche die Kontrolle behalten

Doch selbst die beste Ausrüstung ist nur ein Teil des Ganzen. Entscheidend sind laut George ein gutes Verständnis der Bedingungen, die richtigen Kameraeinstellungen schon vor dem Tauchgang und die Bereitschaft, im entscheidenden Moment zu reagieren, wenn der Ozean eine Chance bietet. „Ich würde sagen, für Videoaufnahmen stellt man am besten alles manuell ein“, erklärt er. „Früher habe ich mit doppelter Bildrate gearbeitet, aber seit Nikon die Verschlusswinkel-Option eingeführt hat, geht alles viel einfacher. An der ZR kann man den Verschlusswinkel arretieren, damit man ihn nicht versehentlich verändert – das ist super. Ich stelle den Verschlusswinkel auf 180° ein und passe dann Blende und ISO-Wert an. Allerdings kann die ISO-Automatik nützlich sein, wenn man mit schnellen Tieren wie Delfinen arbeitet. Sie schwimmen um einen herum, und plötzlich filmt man mal gegen das Licht, mal mit dem Licht im Rücken, wodurch sich die Belichtung schnell ändert.

Das Tolle am Filmen mit der ZR ist außerdem, dass man den Weißabgleich auch nachträglich noch ändern kann. Unter Wasser ist das sehr praktisch, da die Sensoren durch die Farben manchmal etwas überfordert sein können. Der automatische Weißabgleich der Nikon-Kameras ist hervorragend, aber die Möglichkeit, den Weißabgleich in R3D NE nachträglich anpassen zu können, ist ein noch größerer Vorteil.“

Je nachdem, ob er sich auf oder unter der Wasseroberfläche befindet oder beides im Bild hat, passt George seine Fokuseinstellungen entsprechend an.

Den Fokus im bewegten Wasser finden

Unter Wasser kommt es beim Scharfstellen darauf an, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann man sich von der Kamera unterstützen lassen und wann man selbst die Kontrolle übernehmen sollte. Dank seines Nauticam-Unterwassergehäuses kann George die Kamera auch unter Wasser bedienen und die Einstellungen anpassen. So reagiert er flexibel auf wechselnde Lichtverhältnisse, Wasserbedingungen und Motive. „Ich filme sehr gern mit Autofokus, denn der ist heutzutage wirklich gut“, lobt er. „Wenn man nur von blauem Meer umgeben ist, kann man den Autofokus mit Motiverkennung für Tiere über den gesamten Bildausschnitt hinweg nutzen. Sind jedoch Seetang, Wellen oder Gischt vorhanden, ist es sehr wichtig, der Kamera zu helfen und manuell festzulegen, worauf sie fokussieren soll.“

Bei Aufnahmen halb unter und halb über Wasser schaltet George auf manuelle Fokussierung um, da die Wasserlinie am Dome-Port zu Verwirrung führen kann. „Der Autofokus neigt dazu, auf diese Linie statt auf das Motiv zu fokussieren“, erklärt er. „Es ist also besser, den Fokus auf etwa einen halben Meter einzustellen, dann funktioniert es einwandfrei. In solchen Situationen ist es wahrscheinlich keine schlechte Idee, auf manuelle Fokussierung umzuschalten und einen höheren Blendenwert zu verwenden. Unter Wasser, insbesondere mit einem Fisheye-Objektiv, empfiehlt es sich, einen höheren Blendenwert zu wählen, beispielsweise f/8 oder f/9. So werden Sonnenstrahlen wunderbar eingefangen und man erhält insgesamt ein schönes, scharfes Bild – von einer Ecke bis zur anderen.“

Über Wasser oder wenn er mit 50-mm-Objektiven arbeitet, greift George in der Regel wieder auf den Autofokus zurück. Um Surfer zu verfolgen, die die Wellen durchschneiden, wählt er einen kleinen Fokuspunkt nahe der Bildmitte, wodurch die Kamera das Motiv trotz der Bewegungen des Wassers im Blick behalten kann.

George sagt, dass Zeitlupenaufnahmen in 4K/120p nicht nur spektakuläre Bilder ermöglichen, sondern auch die durch das ständige Auf und Ab des Meeres verursachten Bewegungen glätten.

Das letzte Geheimnis? Gelungene Zeitlupe

All diese Kontrollmöglichkeiten geben George die Freiheit, auf eines seiner liebsten kreativen Mittel zurückzugreifen: die Zeitlupe – eine Technik, die flüchtige Begegnungen unter Wasser in etwas fast Übersinnliches verwandeln kann. „Ich liebe es, in Zeitlupe zu filmen“, erzählt er begeistert. „Das gehört definitiv zu den Dingen, die ich am liebsten mache, vor allem in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde in R3D NE. Man weiß nie, wann etwas Spannendes passieren wird. Wenn man in Zeitlupe aufnimmt, sieht es absolut spektakulär aus. Selbst, wenn man gerade keine Tiere filmt, kann Zeitlupe Unterwasseraufnahmen besonders schön wirken lassen. Wenn Sonnenstrahlen das Wasser durchdringen sieht das einfach unglaublich aus – selbst wenn es nur ein Taucher oder sonst jemand ist, der durch sie hindurchschwimmt.“ Neben ihrer eindrucksvollen Wirkung hat Zeitlupe auch einen praktischen Nutzen: Sie mildert die Stöße, Richtungswechsel und Bewegungen, die beim Filmen im ständig bewegten Wasser unvermeidlich sind. „Wenn man weiß, dass die Aufnahme verlangsamt wird, ist die Stabilität nicht mehr so wichtig“, fügt George hinzu. „In dieser Hinsicht ist auch ein Weitwinkelobjektiv, wie etwa ein Fisheye, immer von Vorteil, denn je größer der Bildwinkel, desto besser die Stabilität.“

Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
Nikon magazine - George Karbus underwater with the ZR
George kehrt an den Ort zurück, an dem seine Leidenschaft für die Unterwasserfotografie und -videografie ihren Anfang nahm, und plant, einen Film über den Delfin zu drehen, mit dem alles begann: Malinka. Links/unten: Nikon D850 + AF‑S FISHEYE NIKKOR 8‑15mm f/3.5‑4.5E ED, 15 mm, 1/250 s, f/8, ISO 220. Rechts/oben: Nikon D4S + AF-S NIKKOR 70-200mm f/4G ED VR, 200 mm, 1/200, f/4, ISO 100 © George Karbus
Was kommt als Nächstes?

Trotz aller Spezialausrüstung, jahrelanger Erfahrung und technischer Perfektion beginnt und endet Georges Geschichte mit einem Delfin. Mehr als zwanzig Jahre später ist Malinka für ihn noch immer Inspiration und treue Begleiterin. „Malinka ist mit uns groß geworden und verbringt immer noch gern Zeit mit uns“, freut er sich. „Sie lässt neue Leute nicht so recht an sich heran, aber uns hat sie sehr gern, und darüber drehen wir gerade einen Film.“ Da Malinka nun auf die Kinoleinwand kommen soll, hat George die Nikon ZR zur Hand, um die Geschichte, mit der alles begann, zum Leben zu erwecken.

Nach zwei Jahrzehnten der Perfektionierung seines Handwerks besitzt George das nötige Selbstvertrauen, Timing und die technische Fertigkeit, um in einer der unberechenbarsten Umgebungen der Welt zu filmen.

Georges zehn beste Tipps für Unterwasseraufnahmen:
  1. Für alle, die gerade erst anfangen: Man sollte in flachen Gewässern wie etwa an Riffen filmen und mit natürlichem Licht arbeiten. Steckt die Kamera einfach in ein zuverlässiges Gehäuse und schon kann es losgehen.
  2. Verwendet ein Weitwinkelobjektiv. Der größte Fehler, den die meisten Leute machen, ist, ein Objektiv mit zu großer Brennweite zu nehmen.
  3. Filmt in Zeitlupe, denn die Unterwasserwelt sieht in Zeitlupe einfach magisch aus – 120 Bilder pro Sekunde sind perfekt.
  4. Planung ist alles. Unter Wasser kann man nur ein Objektiv mitnehmen – trefft also die richtige Wahl, bevor ihr untertaucht.
  5. Für jedes unterschiedliche Objektiv benötigt man auch einen jeweils anderen Glasaufsatz (Port) am Unterwassergehäuse. Für Fisheye-Objektive verwende ich einen Dome-Port, während ein 50-mm-Objektiv einen flachen Anschluss benötigt – ein weiterer Grund, im Voraus zu planen.
  6. Man muss darauf achten, dass Gehäuse und Dichtungen ganz sauber sind, damit nichts eindringt.
  7. Arbeitet mit Sonnenstrahlen. Ruhiges Wasser kann knapp eine Stunde vor Sonnenuntergang besonders schön sein, wenn orangefarbene Sonnenstrahlen das Wasser durchdringen.
  8. Bei Sonnenstrahlen verwendet man einen höheren Blendenwert, etwa f/8, f/9 oder sogar f/11 – dann werden eure Aufnahmen wunderschön scharf und kontrastreich.
  9. Die Sonne bringt Farben zum Leuchten. In Kalifornien oder Irland nimmt das Wasser diese smaragdgrüne Farbe an, während es auf offener See oder an wärmeren Orten wunderschön blau wirkt. In Indonesien kann die Sonne so intensiv sein, dass es fast wirkt, als sei man in einem Unterwasser-Studio.
  10. Bearbeitet euer Filmmaterial wie beim Fotografieren. Das Verständnis der Fotografie hilft mir sehr dabei, zu verstehen, wie man Videos bearbeitet. Es geht um Kontrast – darum, Spitzlichter nicht zu hell zu machen und Schwarztöne nicht zu stark zusammenzudrücken.

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