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Codecs einfach erklärt

Nikon Team4 Minuten Lesezeit20 Juli 2026Video-Einmaleins
Nikon magazine - video 101 with the ZR

So wählt ihr die besten Aufnahmeeinstellungen für eure Arbeit an der Nikon ZR

Was ihr filmt, bestimmt in der Regel, welche Einstellungen ihr an eurer Kamera nutzt. Ein kurzes Snippet für Social Media unterscheidet sich von einer komplexen Filmszene mit schwierigem Licht. Zunächst muss man einen Codec für die Aufnahmen auswählen.

Codecs sind Algorithmen, die große Dateien zur Speicherung und Übertragung komprimieren und sie anschließend für die Wiedergabe wiederherstellen. Sie codieren und decodieren, daher die Bezeichnung Codec. Das ist also ihre Funktion, aber welchen sollte man wählen?

Die Nikon ZR bietet eine große Auswahl an Codecs für Videoaufnahmen. Hier findet ihr unsere Schnellübersicht zu den einzelnen Codecs.

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Das steckt in der Kameratasche

RAW-Codecs

Diese Codecs umgehen die Verarbeitung in der Kamera, um Sensordaten aufzuzeichnen, die anschließend bearbeitet werden können. Beispielsweise sind Weißabgleich und Farbraum nicht festgelegt und können in der Nachbearbeitung angepasst werden.

N-RAW 12-bit. Das eigene RAW-Videoformat von Nikon. Ihr könnt zwischen den Tonwertmodi SDR und N-Log wählen. Nutze SDR für sofort einsatzbereite Dateien direkt aus der Kamera oder filme in N-Log mit hohem Dynamikumfang für das spätere Colour Grading.

R3D NE 12-bit. Es handelt sich hierbei um eine 12-Bit-Version desselben Codecs, der auch in RED-Kinokameras zum Einsatz kommt – wobei der Tonmodus fest auf Log3G10 eingestellt ist. Hier kommt die RED Colour Science in der Nikon ZR zum Tragen. Ihr könnt außerdem nicht destruktive LUTs direkt in der Kamera nutzen, sodass ihr bereits während der Aufnahmen sehen könnt, wie das endgültige Colour Grading aussehen wird.

ProRes RAW HQ 12-bit. Das ist Apples Version von RAW-Video, die ebenfalls sowohl im SDR- als auch im N-Log-Tonmodus verwendet werden kann. Bei 6K ist die Bildrate auf 30p begrenzt. Für Aufnahmen in 60p müsst ihr auf 4K heruntergehen.

Intraframe-Codecs

Anstatt alle Sensorinformationen aufzuzeichnen, komprimieren Intraframe-Codecs jedes Einzelbild als eigenständiges Bild. Das ergibt kleinere Dateien als RAW, allerdings auf Kosten einiger Möglichkeiten beim Colour Grading.

ProRes 422 HQ 10-bit. Er bietet eine hervorragende Farbtreue und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Dateien kleiner bleiben als bei RAW. Es ist ein Kompromiss zwischen vollständiger Kontrolle und schnellem Arbeitsablauf. Ihr könnt zwischen den Tonmodi SDR und N-Log wählen. Auch hier ist die Bildrate bei 6K auf 30p begrenzt. Für Aufnahmen in 60p müsst ihr auf 4K heruntergehen.

Standard-Codecs

Diese bieten die kleinsten Dateien – was natürlich auch bedeutet, dass sie die wenigsten Daten enthalten. Sie werden allerdings auch online am häufigsten verwendet.

H.265 8-bit/10-bit. Die 10-Bit-Version von H.265 bietet mehr Flexibilität für elementares Colour Grading sowie die Wahl zwischen den Tonmodi SDR, N-Log oder HLG. Beide eignen sich hervorragend für die Aufnahme von 4K-Videos, wobei die Dateien relativ klein bleiben.

H.264 8-bit. Der perfekte Codec für schnelle Projekte, die keine Nachbearbeitung erfordern, z. B. kurze Social-Media-Beiträge und Vlogs.

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